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Zusammen mit unserem Kooperationspartner MHW, sind wir vom 7. bis 12. Juni 2010 auf der Interschutz (Internationale Leitmesse für Rettung, Brand-/ Katastrophenschutz und Sicherheit) in Leipzig. Sie finden uns an dem Stand des MHW´s in Halle 3 E06.
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| Mai 2010
Seit diesem Monat begrüßen wir eine neue Rettungshundestaffel und zwei neue Züge im Deutschen Rettungshundeverein.
DRV-RHS-Wupper-Ennepe-Ruhr
DRV-RH-Zug Bergische Mantrailer
DRV-RH-Zug Genius Trailer Rhein-Main-Taunus
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Januar 2010
Deutsche Hilfe durch DRV für Haiti
Das Medizinische Katastrophen-Hilfswerk Deutschland e.V schickt mit 22 Einsatzkräften ein umfangreiches Hilfskontingent ins Erdbebengebiet.
München, 13.01.2010. Das Medizinische Katastrophen-Hilfswerk Deutschland (MHW e.V.) entsendet mit seinen Mitgliedern @fire und dem Deutschen Rettungshundeverein e.V. ein Team von Spezialisten für Bergung und Rettung sowie technische Ausrüstung der BOS GmbH & Co KG und der Universität Freiburg nach Haiti.
Nach einer offiziellen Anfrage von Jean Robert Saget, Botschafter von Haiti, stellt das MHW den haitianischen Kräften neben fünf Rettungshunden, fünf ausgebildete Hundeführer mit spezieller Ausrüstung vom Deutschen Rettungshundeverein DRV e. V. in einem USAR Team (Urban Search and Rescue Team für Technische Rettung und Bergung), medizinisches Fachpersonal für die Rettung und Versorgung der noch zahlreichen Verschütteten. Zur Unterstützung der Rettungshunde sowie der insgesamt 22 Einsatzkräfte werden von Marc Loschonsky, Gruppenleiter Safety&Security des Instituts für Mikrosystemtechnik der Uni Freiburg, zwei Geräte der BOS GmbH & Co KG und der Universität Freiburg zur radargestützten Personenortung eingesetzt, das aus dem Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Sicherheitsforschungsprojekt I-LOV entstammt. Dieses Bioradar arbeitet mit elektromagnetischen Wellen und registriert kleinste Bewegungen wie Herzschlag und Atembewegungen und kann so im Suchgebiet der Hunde nach Anzeigen die Lokalisation verfeinern und einschränken.
Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, sämtliche Informationen werden gesammelt und ausgewertet so dass morgen pünktlich um 12:15 Uhr unsere Einsatzkräfte ins Erdbebengebiet abfliegen, denn je früher mit der Suche begonnen wird, desto höher sind die Überlebenschancen.“
Die Voraussetzungen und Informationen für den Einsatz in Haiti sind sehr beschränkt. Auch über Schäden in der Infrastruktur ist noch wenig bekannt. Zugang zum Erdbebengebiet erhalten die Hilfskräfte über die Dominikanische Republik, wo das Erdbeben nur geringe Schäden verursacht hat. Nach Port-au-Prince muss der Weg dann über Land zurückgelegt werden,da zu diesen Zeitpunkt auch der Flughafen immer wieder geschlossen wurde. Für diese Zwecke stehen den deutschen Kräften Busse sowie ortskundige Führer und Dolmetscher aus Haiti zur Verfügung.
14.01.2010: Abflug des 22-köpfigen Teams vom Flughafen München mit insgesamt 3 Tonnen Ausrüstung und Material mit Air-Berlin nach Punta Cana und Ankunft in Punta Cana nach knapp über 10 Stunden Flugzeit. Hier danken wir Air-Berlin für die Unterstützung und Hilfe für die Aktion, der Abwicklung der Formalitäten und Verladung der Ausrüstung, sowie die Bereitschaft die Hunde mit im Passagierraum zu Transportieren um diese stressfrei ins Krisengebiet zu bringen.
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15.01.2010 Die MHW-Einsatzkräfte machen sich auf dem Weg von Santo Domingo nach Port-au-Prince zusammen mit einem UNDAC Team.
Nach einem 6-stündigen Aufenthalt in Santo Domingo hat sich das MHW-Team mit Hilfskräften aus Panama und einem Katastrophenerkundungs- und Koordinierungsteam der Vereinten Nationen (UNDAC) bestehend aus 4finnischen Kräften auf dem Landweg nach Haiti. Mit 3 Bussen, 2 LKWs und Militärschutz der UNO hat der Hilfstrupp ein kleines Bevorratungskontingent und 1000L Trinkwasser zusätzlich zur tonnenschweren Ausrüstung haben sind die Kräfte auf dem Weg nach Port-au-Prince.
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| 15. / 16.01.2010 „Endlich können wir helfen!“ – Zwei Kinder mit Not-OP gerettet
Das Medizinische Katastrophen-Hilfswerk Deutschland e.V hat gemeinsam mit Rettungskräften aus aller Welt direkt hinter der Grenze zur Dominikanischen Republik in einem UN Militärstützpunkt ein Notlager errichtet. Ein MHW-Arzt und sein Team aus vier Assistenten konnten zwei Kinder in einer Not-OP und viele andere Menschen versorgen. Das gesamte Team wartete hier auch auf den weiteren Geleitschutz der UN. Die DRV-Hundeführer bereiteten mit kurzen Motivationssuchen und Spiel zusammen mit Rettungshundeführern aus Panama und der Dominikanischen Republik die Hunde auf den Einsatz in Haiti vor.
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| 16.01.2010 Ankunft und Anmeldung bei der OSOCC und Aufbruch zum ersten Einsatz
30 Minuten nach Ankunft im Lager startete das Team zum ersten zugewiesenen Einsatz. Das MHW Team hat seinen ersten Einsatzauftrag von der OSOCC (On-Site Operations Coordination Centre) erhalten. Einsatzort ist die Univesity of Caribia in Port-au-Prince.Ein Nachbeben Stärke 4,5 hat die Region am Nachmittag erschüttert. Alle Mitglieder des MHW USAR Teams haben dies wohlauf überstanden. Mit UN-Schutz am Einsatzort angekommen begab sich das Team zuerst zu einer Textilfabrik, dort sind am Vortag noch Stimmen in den Trümmern gehört worden. Mit Hilfe der Hunde und technischen Ortung konnten beide vermissten Personen schnell lokalisiert werden doch leider waren beide bereits verstorben.
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Erste traurige Bilanz des heutigen Einsatztages in Port-au-Prince: Der Einsatzauftrag an der University of Caribia wurde, zusammen mit spanischen Helfern, abgearbeitet. Leider konnten hier keine lebenden Menschen gefunden werden. An diesen Tag wurden aber immer noch weit über 40 Menschen aus den Trümmern in der Stadt durch spezialisierte Teams gerettet. |
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| 17.01.2010 Zweiter Einsatztag vor Ort in Port-au-Prince
Mittlerweile den zweiten Tag direkt vor Ort wurde das gemeinsame Team auch wieder vom OSOCC (On-Site Operations Coordination Centre) wieder in Port-au-Prince (PaP) eingesetzt. Die Stadt wurde in feste Sektoren eingeteilt. Das Team hatte den Auftrag, einen Sektor final abzusuchen und sicherzustellen, dass sich keine lebenden Verschütteten im Sektor befinden. Das Team ist mit leichtem Gerät unterwegs gewesen und bei einem Fund wäre schweres Gerät nachgeholt worden. Der Sektor wurde komplett abgesucht, dort kam man auch an eine Grundschule und Kindergarten wo laut Aussage des Pfarrers auch am Vortag noch Stimmen gehört wurden. Die Hundeführer schickten sofort die Hunde in das Teileingestürzte und extrem einsturzgefährdete Gebäude um nach Überlebenden zu suchen, zusätzlich wurde von außen in sicheren Abstand noch das Bioradar zur Unterstützung und möglichen Lokalisation angebracht aber es gab keine Lebenszeichen und Anzeichen von Verschütteten. Nach der Kennzeichnung und Lagefeststellung über die Zerstörung in diesen Sektor ist das Team wieder im sicheren Camp am Flughafen eingetroffen.
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Grundsätzlich hielten wir bei allen Aktionen den Kontakt zu der Bevölkerung vor Ort und erklärten unsere Maßnahmen und fragten ob sie Hilfe brauchen, hierfür bekamen wir viel Dank und Anerkennung, und es gab den Leuten in diesen Sektor die Sicherheit und Zuversicht, dass die Internationale Hilfe anläuft und Ihnen geholfen wird.
Das Team ist vor Ort voll in die offiziellen Strukturen eingebunden, es wird regelmäßig mit einem Vertreter an der Teamleader Sitzung teilgenommen, wo die Einsatzaufträge verteilt werden und wo alle wichtigen Informationen ausgetauscht werden. Laut offiziellen Angaben sind mit Stand von heute Morgen 41 Search & Rescue Teams, 1600 Helfer und 160 Hunde vor Ort, auch heute kam es immer noch zu einzelnen erfolgreichen Rettungen in dem ganzen Schadensgebiet.
Das Team berichtet von massiven Schäden und auch immer noch von einer hohen Anzahl von unversorgten Verletzten. So hat der Einsatzstab in Deutschland in Abstimmung mit dem MHW dem OSOCC eine Aufstockung des Medizinischen Teams offiziell angeboten. Hier in Deutschland wurde ein 20köpfiges Ärzte und Assistententeam zum Abflug bereit gestellt.
18.01.2010 Dritter Einsatztag des Teams
Nach Erkundung eines bisher unerforschten Stadtteils mussten unsere Helfer zu Fuß zurück zur Basis. Unterwegs haben sie zahlreiche Menschen medizinisch behandelt, mussten aber die Behandlungen nach gewisser Zeit abbrechen, da sie auf eine zunehmend wütende Bevölkerung gestoßen sind. Jetzt 6 Tage nach den Beben reist das Suchhunde- und Ortungsteam wegen den absolut gering werdenden Überlebenschancen der Verschütteten ab.
Aufgrund der allgemeinen Lage und in Abstimmung mit dem OSOCC (On-Site Operations Coordination Center, die offizielle Einsatzleitung vor Ort) hat das restliche Team am Abend des 18.01.2010 ebenfalls seinen Einsatz beendet. Das Team vom MHW und @fire baut das Lager ab, koordiniert auch seinen Rücktransport und wird voraussichtlich im Laufe der nächsten zwei Tage in Deutschland zurück erwartet.
Der Einsatzstab in Deutschland organisiert zur Zeit alle organisatorischen Punkte der Rückkehr, z.B. wird für das Team nach seiner Rückkehr im Zuge der Einsatznachsorge professioneller Unterstützung durch die SBE-Bundesvereinigung “Stressbearbeitung nach belastenden Ereignissen” e.V. sicher gestellt.
19.01.2010 Ankunft des ersten Teil des Teams
Sieben Einsatzkräfte des MHW Deutschland e.V. kehren zurück. Am Dienstag, den 19. Januar landeten sie am Flughafen München. Wir heißen das Team des Deutschen Rettungshundevereins e.V., unseren Begleiter der Uni Freiburg, der uns mit einem neuartigen Bioradar-Gerät zur technischen Ortung von Verschütteten mit unterstützt hat, sowie zwei Sanitätern am Dienstag, den 19. Januar, herzlich Willkommen. Die übrigen 15 Einsatzkräfte, die für die technische Rettung von Verschütteten zuständig sind, kommen die Tage nach. Nach dem Empfang durch das psychologisch geschulte Personal unseres Kriseninterventionsteams standen die Einsatzkräfte für ein Gespräch der Presse zur Verfügung.
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Wir danken hier aber vor allem den UN-Schutztruppen aller Länder vor Ort die unser Team immer begleiteten und für die Sicherheit der Mannschaft im gesamten Einsatz in Haiti grundsätzlich sorgten. |
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5 Rettungshundeteams des DRV auf dem Weg nach Haiti
Fünf Rettungshundeteams des DRV (RHS Teamdogs e.V., RHS Bayerwald e.V., RHS Westallgäu) in Kooperation mit dem MHW befinden sich auf dem Weg nach Haiti.
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Last Updated on Tuesday, 25 May 2010 07:31 |